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Der Stern selbst

  • Typ: Wolf-Rayet-Stern (speziell vom Typ WN6). Das sind extrem heiße, massereiche Sterne in einer späten Phase ihrer Entwicklung, die ihre äußeren Wasserstoffschichten bereits abgestoßen haben.
  • Entfernung: Etwa 6.000 Lichtjahre von der Erde entfernt.
  • Position: Er befindet sich im Sternbild Schwan (Cygnus), einer Region, die reich an Gas- und Staubnebeln ist.
  • Eigenschaften: WR134 ist um ein Vielfaches heißer und leuchtkräftiger als unsere Sonne. Solche Sterne haben eine sehr kurze Lebensdauer und enden meist in einer Supernova.

Der dazugehörige Nebel

  • Das spektakulärste an WR134 ist die ihn umgebende Gasblase.
  • Entstehung: Der Stern stößt mit einer Geschwindigkeit von mehreren tausend Kilometern pro Sekunde starke Sternwinde aus. Diese Winde treffen auf die Materie, die der Stern in früheren Phasen ausgestoßen hat, und ionisieren sie.
  • Die "blaue Sichel": Auf Fotos erscheint WR134 oft als eine leuchtend blaue, sichelförmige Schale. Diese Farbe stammt primär von zweifach ionisiertem Sauerstoff (OIII).
  • Struktur: Der Nebel ist Teil einer größeren Blase, die vom Stern "aufgeblasen" wurde, aber die charakteristische Sichelform ist der hellste und am besten sichtbare Teil.

Quelle: Wikipedia

Gesamtbelichtungszeit: 16h44m


Mehr Infos zu Wolf-Rayet-Sternen findet ihr auf meiner Seite zum Mondsichelnebel.

Das Deepskyfoto ist zusammengesetzt aus 5 Einzelbildern. Dafür verwende ich eine schwarzweiß Astrokamera (ASI533MM) ohne Farbfilter vor den einzelnen Pixeln. Vor dieser befindet sich ein Filterrad mit 7 Filtern, um dann im Anschluss wieder ein Farbbild aus den Einzelaufnahmen zusammen zu setzen.

  1. Breitbandfilter (RGB):
    • R (Rot), G (Grün), B (Blau): Erfassen das gesamte sichtbare Spektrum in diesen drei Farben.
    • Ziel ist die Erfassung der natürlichen Farben der Sterne.
  2. Schmalbandfilter (HOO-Palette):
    • (Wasserstoff-Alpha): Isoliert das Licht des ionisierten Wasserstoffs (der stärkste Emitter in vielen Nebeln).
    • OIII​ (Sauerstoff III): Isoliert das Licht von dreifach ionisiertem Sauerstoff.
       
  3. Stacking HOO Palette: Alle Einzelbilder jedes und OIII​ Filters werden separat gestackt (gemittelt), um zwei monochrome Master-Bilder zu erhalten.
  4. Kanalzuweisung: Die Master-Bilder werden in ein Farbbild kombiniert. Da aber jeder Pixel immer die Information aus den 3 Grundfarben rot, grün und blau benötigt wird OIII sowohl im blauen als auch grünen Kanal verwendet, da dies meißt schwächer ausfällt. Daher die Bezeichnung HOO.
    • Rot-Kanal
    • Grün-Kanal OIII
    • Blau-Kanal OIII​
       
  5. Stacking RGB: Die R-, G- und B-Aufnahmen werden separat gestackt, um drei monochrome Master-Bilder zu erhalten.
  6. Kanal-Kombination: Die Master-Bilder R, G und B werden zu einem natürlichen Farbbild der Sterne kombiniert.
  7. Der finale Schritt ist die Verschmelzung der beiden Ergebnisse:
  8. Das HOO-Nebel-Bild wird bearbeitet, um die Struktur und Farbdetails herauszuarbeiten.
  9. Die Sterne aus dem HOO-Bild werden entfernt , da sie unnatürliche Farben aufweisen.
  10. Die Sterne aus dem RGB-Bild (mit ihren natürlichen Farben) werden extrahiert und dem HOO-Nebel-Bild hinzugefügt. Dies ergibt ein Endergebnis, das sowohl die tiefen Strukturen des Nebels als auch die natürlich leuchtenden Sternfarben zeigt.

Belichtungszeit

Aufnahmedatum: 21/22/28.06. und 19.07.2025

Filter: Zeit in sec: Anzahl:
R 30 30
G 30 30
B 30 30
Ha 180 60
OIII 180 224
Gesamtzeit: 16h 44m  
Teleskop: TS-Optics CF-APO 90mm f/6
Kamera: ZWO ASI533MM
Montierung: ZWO AM3
Filter: ZWO Red
  ZWO Green
  ZWO Blue
  ZWO H-alpha 7nm
  ZWO O-III 7nm
Zubehör: TS-Optics TSCFRed90
  ZWO ASIAIR Plus
  ZWO EFW 7 x 36mm
  ZWO EAF
Software: PixInsight